Das psychologische Alpha(bet) des Mannes. Heute C wie Casanova


Kategorien : Das psychologische Alpha(bet) des Mannes.

Das psychologische Alpha(bet) des Mannes. Heute C wie Casanova

Casanova – Inbegriff des Frauenflüsterers. Ein Meister des schnellen Flirts, der Verführung ohne viele Worte, aber leider auch ein treuloser Schurke. Während Djangos Weg von Leichen gepflastert ist, kennzeichnen gebrochene Herzen den des Casanovas. Ihm gilt die erfolgreiche Eroberung einer Frau als ultimatives Ziel, nicht als Beginn einer wunderbaren Romanze oder gar einer festen Beziehung. Ist dieses Ziel erreicht, verliert er schnell das Interesse am weiblichen Gegenüber und zieht seiner Wege. So, oder so ähnlich, lässt sich die landläufige Beschreibung eines Casanovas zusammenfassen. Sein altertümlicher Name wird mittlerweile auch gerne durch modernere Varianten ersetzt: Playboy, Herzensbrecher, Frauenheld, Schwerenöter oder (der letzte Schrei) Womanizer.

Versuchen wir dem Phänomen Casanova einmal auf den Grund zu gehen. Namensgeber ist der venezianische Schriftsteller und Abenteurer Giacomo Girolamo Casanova. Um sein äußerst bewegtes Leben im 18. Jahrhundert ranken sich zahlreiche Mythen. Insbesondere seine magische Anziehungskraft auf das weibliche Geschlecht liefert ausreichend Stoff für zahlreiche Bücher und Filme, die sein Leben in schillernden Farben nacherzählen. Dabei war Casanova eine eher durchschnittliche Erscheinung. In der letzten Verfilmung von 2005 hat Hollywood mit Heath Ledger als Casanova die Realität wohl etwas geschönt. Aber für derartige Nachbesserungen ist die Traumfabrik ja bekannt. Das (vor allem weibliche) Publikum will ja auch was fürs Auge.

Der Sohn einer Schauspielerfamilie verbrachte einen Großteil seines Lebens auf Reisen. Das klingt schön romantisch, aber die historischen Fakten belegen, dass es sich bei diesen Reisen um eine Flucht gehandelt hat. Nachdem ihn die venezianische Staatsinquisition wegen nicht näher belegter Vergehen einsperren ließ, gelang ihm nach fünfzehnmonatiger Haft ein spektakulärer Ausbruch aus den Bleikellern Venedigs. Auf der nachfolgenden Flucht kreuz und quer durch Europa war er ein gerngesehener Gast in den adligen Salons. Es kam zu diversen Duellen, Verbannung aus mehreren Ländern und erneuter Flucht. Er arbeitete als Lotteriedirektor in Paris, veröffentlichte eine Beschreibung seiner Gefängnisflucht und wurde schließlich aufgrund guter Beziehungen in Venedig begnadigt. Über all diese Abenteuer hat Casanova ausführlich geschrieben: Seine Memoiren mit dem Titel „Geschichte meines Lebens“ umfassen zwölf Bände (4.500 Seiten), die in 20 Sprachen übersetzt wurden. Neben diesen Schilderungen seines Lebens hat Casanova 43 weitere literarische Werke veröffentlicht.

Wie viel Casanova steckt in uns?

Soweit zum historischen Vorbild. Ausschlaggebend für Casanovas Ruf als großer Verführer sind zweifellos seine recht offenherzigen Beschreibungen diverser Liebschaften. Wenn man seinen Worten Glauben schenkt, beläuft sich die Zahl seiner Eroberungen auf 122. Ob das nun viel oder wenig ist, mag jeder für sich selbst entscheiden. Für Casanova hat es auf jeden Fall zum „nicht-vergessen-werden“ gereicht.

Statistiken besagen, dass deutsche Männer in ihrem Leben mit durchschnittlich 7,3 Frauen Sex haben (Wie Sex mit der „Komma-Drei-Frau“ aussieht, mag ich mir nicht vorstellen – es gibt Bilder, die man einfach nicht wieder aus dem Kopf bekommt…). Rein rechnerisch hat Casanova also Sex für 16,7 Durchschnittsmänner gehabt. Das klingt doch schon ganz ordentlich nach Party. Aber wie hat er das gemacht? Zum Glück können wir hier auf diverse Ratgeber zurückgreifen. Eins haben diese Machwerke alle gemeinsam: Sie behaupten aus Peter Müller und Erwin Schmidt quasi über Nacht waschechte Casanovas zu machen. Greifen wir wahllos in die Verführer-Trickkiste und lassen uns überraschen:

Die Tricks der Casanovas

Analytisches Denken

Casanova hat seine weiblichen Zielpersonen stets gründlich analysiert. Hatte er erst herausgefunden, worin ihre Fehler und Schwächen bestanden, konnte er gezielte Komplimente in diese Richtung abfeuern. Jede Frau ist dafür empfänglich, ihre vermeintlichen Makel durch gegenteilige Komplimente abzumildern.

Flexibilität

Casanova ist auf seiner langen Flucht zu einem Meister der Improvisation geworden. Eine Fähigkeit, die ihm beim Umgarnen einer Frau äußerst hilfreich war. Sein Talent auf Unvorhergesehenes schnell zu reagieren, ließ ihn stets die Kontrolle über das Geschehen behalten.

Risikobereitschaft

Unter Casanovas Eroberungen befanden sich auch zahlreiche verheiratete Frauen. Das Risiko in flagranti erwischt oder verraten zu werden war hoch und die Duellpistolen jener Zeit saßen locker. Casanovas sorgfältiges Risikomanagement hat ihm wahrscheinlich mehrfach das Leben gerettet. Risiko ja, unkalkulierbares Risiko nein.

Gute Umgangsformen

Auch in der Kunst der Verführung macht der Ton die Musik. Casanovas wohlerzogene Art und seine geschliffenen Umgangsformen haben ihm sicher so manche Tür geöffnet. Dieser „Trick“ ist übrigens keiner. Höflichkeit ist immer eine Frage des guten Stils und ein Zeichen von Respekt.

Unberechenbarkeit

Casanova bot den Frauen immer wieder Überraschungen und plötzliche Wendungen. Berechenbarkeit ist langweilig und keine Frau will sich langweilen. Spontane Besuche, Ausflüge mit ungewissem Ziel und plötzliche Unauffindbarkeit waren seine Markenzeichen und sorgten immer für einen Hauch von Abenteuer.

Leidenschaft

Casanovas Leben war dem Lustprinzip unterworfen. Ob es um Reisen, Arbeit, Schreiben oder die Frauen ging: Jede Tätigkeit wurde mit voller Begeisterung und Hingabe angegangen. Eine Eigenschaft, die Frauen an Männern lieben. Alles, und das jetzt und hier! Wer lässt sich nicht gerne von solchem Enthusiasmus anstecken?

Zur Nachahmung empfohlen?

Natürlich ist es jedem Mann selbst überlassen, inwiefern er sich die Tricks des Casanovas zu Eigen machen will. Allerdings sollte man immer im Hinterkopf haben, dass ein antrainiertes Verhalten nie authentisch ist und schnell aufgesetzt oder affektiert wirken kann. Es besteht also die große Gefahr, anstelle von Eroberungen Spott zu ernten. Aber: Schaden macht bekanntlich klug und ein abgebrochener Zacken ruiniert nicht die ganze Krone. Wer also nach Herzenslust losflirten möchte, findet bestimmt schlechtere Vorbilder als Casanova.

Empfohlene Produkte

Teilen

Sie müssen sich registrieren

Zum Registrieren, hier klicken

Kommentar hinzufügen

Blog Kategorien

Alpha des Monats
Zu allen Zeiten gab es Männer, deren besondere Leistungen sie aus der breiten Masse hervorstechen [...]

Alphanews

Das psychologische Alpha(bet) des Mannes.
In dieser neuen Rubrik werden wir in alphabetische Reihenfolge typisch männliche Attribute unter die Lupe [...]

Kunden Wollen Wissen
In der „Kunden Wollen Wissen“ Kategorie gehen wir ausführlich auf die Fragen unserer Kunden ein. [...]

Neuigkeiten
Wann immer wir etwas Spannendes über A.P. Donovan zu berichten haben, erfahren Sie es in dieser Kategorie. [...]