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Geschäftsidee - Der Wassermann


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Geschäftsidee - Der Wassermann

Bereits im Jahr 1985 stellte der ehemalige UN-Generalsekretär Boutros Ghali eine polarisierende These auf: „Die Kriege der Zukunft werden um Wasser geführt.“ Angesichts der Tatsache, dass etwa 71 Prozent der Erdoberfläche von Wasser bedeckt sind, klingt diese Aussage ziemlich unwahrscheinlich. Doch schaut man sich diese unvorstellbaren Wassermassen etwas genauer an, wird Ghalis erschreckende Theorie plötzlich nachvollziehbar. Nur 0,3 Prozent des gesamten Welt-Wasservorrats stehen dem Menschen als Trinkwasser zur Verfügung. Der Rest besteht aus ungenießbarem Salzwasser oder ist in Gletschern, Eis und ewigem Schnee gebunden. Bereits jetzt haben mehr als 1,2 Milliarden Menschen weltweit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Tendenz steigend. Eine katastrophale Situation, in der das Engagement des ehemaligen Profi-Surfers Jon Rose mehr bedeutet als den sprichwörtlichen Tropfen auf dem heißen Stein. Es rettet Leben.

Im Jahr 2009 ist der Profi-Surfer Jon Rose an Bord eines Schiffes vor der Küste Sumatras unterwegs. Wie immer in den letzten 13 Jahren ist er auf der Suche nach der perfekten Welle. Jons Vater arbeitet in Afrika und beschäftigt sich dort mit der Sammlung und Aufbereitung von Regenwasser. Von der Tätigkeit seines Vaters inspiriert, hat Jon kurz zuvor die private Initiative „Waves for Water“ ins Leben gerufen. Die Grundidee dahinter ist simpel: Wenn jeder Surfer auf seinen ausgedehnten Reisen rund um den Globus Wasserfilter in Trinkwasser-Notstandsgebieten verteilen würde, könnte das unzähligen Menschen zu sauberem Wasser verhelfen. Daher befinden sich in seinem Reisegepäck zehn kleine, aber sehr effektive Wasserfilter, die er nach Bali bringen will. Plötzlich erschüttert ein leichter Schlag das Boot. Zu diesem Zeitpunkt ahnt er nicht, dass ein Erdbeben der Stärke 7,6 der Grund für die Erschütterung ist. Erst als sie vor der Küste ankern, bekommen sie Nachricht von der Katastrophe. Auf der indonesischen Insel liegt die Stadt Padang in Trümmern. Es gibt über 1.000 Todesopfer und Hunderttausende sind obdachlos.

Jon arbeitet sich durch die verwüstete Region, bis er endlich auf einen Trupp Helfer stößt, denen er seine Wasserfilter übergibt. Damit können die Männer trotz der zerstörten Infrastruktur sauberes Wasser für die Versorgung der Überlebenden und Verwundeten herstellen. Diesen Tag beschreibt Jon als entscheidenden Wendepunkt seines Lebens. Er beschließt die Initiative „Waves for Waters“ zu einer weltweit agierenden gemeinnützigen Organisation auszubauen. Mittlerweile ist Waves for Water in 37 Ländern aktiv, hat über 150.000 Wasserfilter verteilt und damit mehr als 8 Millionen Menschen Zugang zu sauberem Wasser ermöglicht. Nach dem großen Beben 2010 in Haiti mit mehr als 200.000 Opfern, war Jon als einer der ersten Helfer vor Ort. Aus den geplanten zwei Wochen Hilfseinsatz wurden 2 Jahre. Die Wellen mussten warten.

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