Kategorien

Die 6 ultimativen No-Gos am Valentinstag


Kategorien : Kunden Wollen Wissen

Die 6 ultimativen No-Gos am Valentinstag

Ein kurzer Abstecher in die Historie

Obwohl der Valentinstag am 14ten Februar definitiv von der Blumenindustrie gepusht wird, hat dieser „Tag der Liebenden“ auch eine historische Wurzel. Allerdings ist der Ursprung umstritten. Die katholische Kirche reklamiert diesen Tag für sich als Todestag des Priesters Valentin aus Ternia. Er soll am 14. Februar im Jahr 269 n.Chr. hingerichtet worden sein, da er illegale Trauungen von Verliebten durchführte. Die Kirche ernannte ihn zum Märtyrer, sprach ihn heilig und bediente sich ganz dreist bei den heidnischen Bräuchen des römischen Reichs. Dort wurde bereits Jahrhunderte zuvor am 14. Februar das Fest Lupercalia zu Ehren von Jupiters Gattin Juno gefeiert. Inklusive des Brauchs Blumen zu verschenken.

Wer hat Recht? Christen oder Heiden? Müßig, da die reale Gefahr von ganz anderer Seite droht: Ein alter Volksglaube besagt, dass eine Frau den Mann heiratet, der ihr am Valentinstag als erster über den Weg läuft. Oha, da heißt es aufzupassen, wenn man frühmorgens Brötchen kaufen geht: Von der Bäckereifachverkäuferin angeschmachtet zu werden, ist nicht jedermanns Sache.

Und was jetzt?

Lassen wir aber einmal alle christlichen, heidnischen und volkstümlichen Deutungsversuche außer Acht und widmen uns dem Status Quo des Hier und Jetzt: Es gibt den Valentinstag und bei vielen Menschen, insbesondere Frauen, ist er mit einer gewissen Erwartungshaltung verbunden. Nun ist Liebe eine ziemlich abstrakte Angelegenheit und die unausgesprochene Aufforderung, sie an einem festgelegten Tag unter Beweis zu stellen, wirft nicht selten Probleme auf. Natürlich ist es einfach sich dem allgegenwärtigen Druck der Blumenmafia zu beugen und am 14. Februar mit einem völlig überteuerten Blumenstrauß bei der oder dem Liebsten aufzuschlagen. Diese vor Kreativität strotzende Geste zeugt aber leider von wenig individuellem Stil. „Hach, ein Blumenstrauß, wie süüüüß…! Soooo eine Überraaaaschung.“

Okay, was lernen wir daraus? Ganz klar: Blumen maximal als Zugabe. Zugabe zu was? Um die im Ritual des Valentinstags versteckten Fallstricke souverän zu umgehen, widmen wir uns erst einmal den echten No-Gos des Ganzen. Dabei betrachten wir die Angelegenheit aus männlicher Sicht. Also Männer, aufgepasst!

1. Den Valentinstag vergessen

Worst Case, Alarmstufe Rot! Das Datum sollte auf der mentalen Festplatte eingebrannt sein wie der eigene Geburtstag. Wenn man nachts um Vier mit zwei Promille Restalkohol aus dem wohlverdienten Schlaf gerissen wird, gibt es auf die Frage nach dem Valentinstag nur eine Antwort: „Natürlich der 14. Februar.“ Wer über ein schlechtes Datumsgedächtnis verfügt, sollte sich den Tag im Terminplaner rot einkringeln oder einen Erinnerungsalarm im Smartphone speichern. Am besten beides. Glücklicherweise leistet der Einzelhandel fleißige Erinnerungshilfe, indem er kurz nach Silvester das Land mit großangelegten Werbekampagnen für Valentinsgeschenke überzieht. Daher an dieser Stelle ein fettes „Dankeschön“ an die Marketingabteilungen von Karstadt & Co.

2. Einen Männerabend veranstalten

Wer denkt, mit einem passenden Geschenk (dazu später mehr) und einem Strauß Blumen sei dem Valentinstag Genüge getan, ist schief gewickelt. Es ist eine ganz, wirklich ganz dumme Idee, sich für den Abend mit den Jungs auf ein gepflegtes Billardspiel zu verabreden. Der Tag gehört den Liebenden, und zwar bis zum Anschlag, sprich bis zum Lichtausmachen. Wohin die traute Zweisamkeit letztendlich führt, und wie viel Romantik ein Mann erträgt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Was für den Männerabend gilt, gilt übrigens auch für Facebook, Sportschau oder ein kleines Verdauungsnickerchen: Nada, niente, nüscht. Die Dame des Herzens ist das einzige, was an diesem Tag zählt.

3. Den Valentinstag schweigsam erdulden

Nach dem Motto „Zähne zusammenbeißen und durch“ lässt sich vielleicht ein Marathonlauf überstehen, aber mit Sicherheit nicht der Valentinstag. Also: Macht euch locker, plaudert, seid charmant und witzig. Packt nicht die ollen Kamellen von eurem letzten Campingausflug mit den Jungs aus. Keine Frau will wissen, wie viele Kästen Bier man trinken muss, um ein Lagerfeuer erfolgreich auszupinkeln. Ebenso verboten sind Gespräche über Geld, Fußball, Autos, die Ex oder den blöden Chef. Doch, es gibt wirklich noch andere Themen, glaubt mir. Ihr müsst sie nur finden.

4. Zu viel trinken

Nichts gegen ein gepflegtes Glas Wein zum Essen oder später auf dem Bärenfell vor dem Kamin. Alles kein Problem, im Gegenteil. Die Schwierigkeiten fangen bei dem Promillewert an, ab dem es bei euren Männerabenden erst so richtig lustig wird. Ein „Ischlibbedischübeallesch“ klingt zwar witzig, wird aber an diesem Tag keine Frau zum Lachen bringen. Zumindest nicht die eigene. Außer sie ist noch betrunkener und dann ist eh alles egal.

5. Falsche Fragen stellen

„Wann gibt es was zu essen?“ ist so ziemlich der dämlichste Einstieg in einen gelungenen Abend zu zweit. Eigentlich verbietet sich diese Frage in einer emanzipierten und gleichberechtigten Partnerschaft sowieso, aber am Valentinstag ist sie pures Nitroglycerin. Noch eine falsche Bewegung und alles fliegt euch um die Ohren. Also, und dieser Rat geht an alle übriggebliebenen Machomänner: Behandelt eure Frau mit dem gleichen Respekt, den ihr auch für euch einfordert. Ihr müsst nicht gleich zum weichgespülten Softie mutieren, aber mal einen Gang runterschalten tut allen Beteiligten gut.

6. Die falschen Geschenke

Kosmetikprodukte im Allgemeinen sind okay, aber Finger weg von Anti-Aging- oder Cellulite-Cremes. Orangenhaut und Falten sind so ziemlich das Letzte, an das eine Frau erinnert werden möchte. Auch wenn sie beides nicht hat – sie könnte es ja kriegen. Falls ihr euch wirklich für einen Lippenstift, Nagellack oder Eyeliner als Geschenk entscheidet, durchstöbert vorher ihren Vorrat im Spiegelschrank und schreibt euch die Marken und Farbnummern von den verdammten Dingern auf. Besser ihr lasst es gleich, es ist eine Wissenschaft mit zu vielen unabwägbaren Variablen. Ein absolutes Schenkverbot gilt für Staubsauger, Mixer, Bratpfannen und sonstiges Haushaltsgerät. Da könnt ihr direkt einen Stapel Umzugskartons mitschenken, dann kann sie gleich anfangen zu packen.

Moment mal, ich kriege hier gerade eine Nachricht aufs Ohr…Ah ja, ich gebe dann mal weiter an unseren Spezialisten A.P. Donovan, er übernimmt ab hier:

O-Ton A.P. Donovan: „Ich habe nur das Stichwort Geschenke gehört… Wusstet ihr schon, dass es die neuen Filz-Handyhüllen jetzt auch in einem umwerfenden Liebes-Rot gibt? Oder dass Ledertaschen und Notizbücher mit Ledereinband nicht nur Männern gut gefallen? Nein? Als A.P. Donovan habe ich zwar einen ausgeprägt männlichen Stil, vergesse dabei aber die Wünsche einer Frau niemals. Bevor ihr euch also orientierungslos im Dschungel der Valentinsgeschenke verlauft, schaut euch lieber hier nach etwas Schönem um.“

Urheber: tverdohlib - Fotolia.com

Sie müssen sich registrieren

Zum Registrieren, hier klicken

Kommentar hinzufügen