Die Rasur mit einem Rasiermesser - Teil IV: Rasieren der Bartkonturen


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Die Rasur mit einem Rasiermesser - Teil IV: Rasieren der Bartkonturen

Nachdem sich der letzte Teil unserer Blog-Serie in erster Linie an alle Glattrasierten gerichtet hat, widmen wir uns heute dem richtigen Konturieren eines Bartes. Ob es sich um das bloße Korrigieren der ohnehin vorhandenen Bartlinie handelt, oder um das Anlegen filigraner Muster: In jedem Fall ist ein gutes Rasiermesser das Werkzeug der Wahl. Es ermöglicht absolut exakte Schnitte, und zwar genau dort, wo Sie es wollen. Mit einem Systemrasierer den richtigen Ansatzpunkt zu finden ist ungleich schwieriger, da durch das Klingengehäuse (den Klingenschutz) eine freie Sicht auf die betreffende Stelle erschwert wird.

Das richtige Pre-Shave

Wie schon in Teil zwei dieser Serie beschrieben, ist eine gründliche Vorbereitung von Bart und Gesicht elementar. Wir beschränken uns heute auf das tatsächliche Rasieren der Konturen. Wie Sie einen Vollbart, Drei-Tage-Bart, Backenbart oder jede andere Bart-Form mit Schere und Schermaschine richtig trimmen, wird Inhalt eines eigenen Beitrags sein. Also: Waschen Sie Ihren Bart gründlich mit einem guten Bartshampoo. Für das Gesicht verwenden Sie am besten eine PH-neutrale milde Waschlotion. Ihre Gesichtshaut wird es Ihnen danken, wenn Sie von Zeit zu Zeit vor der Rasur ein spezielles Männer-Peeling-Produkt verwenden. Es entfernt abgestorbene Hautschüppchen besonders effektiv und reinigt verstopfte Poren bis in die Tiefe.

Jetzt kommt der entscheidende Unterschied zur Komplettrasur, für die Sie nach der Bartwäsche einen cremigen Rasierschaum aufschlagen müssten. Lassen Sie Rasierpinsel und Rasierseife im Spiegelschrank und greifen Sie zu dem Fläschchen Rasieröl. Nicht zu verwechseln mit Bartöl, das zur Bartpflege benutzt wird. Wie, Sie haben noch nie von Rasieröl gehört? Nun, diese Wissenslücke kann schnell geschlossen werden: Rasieröl dient dem Einweichen und Aufrichten der Barthaare und ist speziell auf die Erfordernisse der Rasur abgestimmt. Es bildet einen feinen Gleitfilm, auf dem die Rasiermesserklinge sanft über die Haut gleitet. In Verbindung mit den pflegenden Inhaltsstoffen beugt es so Hautirritationen und Rasurbrand vor und verleiht ein samtig weiches Hautgefühl. Und, ganz wichtig: Rasieröl ist transparent und ermöglicht einen freien Blick auf die Bartkonturen. Im Gegensatz zur Rasur mit Schaum behalten Sie also den vollen Durchblick.

Eine kurze Historie

Lange vor der Verwendung von Rasierseife und Rasierschaum wurden tierische und pflanzliche Öle benutzt, um die Rasur angenehmer und effektiver zu gestalten. Mit dem Aufkommen von Rasierschaum ist dieses traditionelle Mittel leider beinahe vollständig in Vergessenheit geraten. Zu Unrecht, denn es bietet entscheidende Vorteile, insbesondere beim Ausrasieren der Bartkonturen. Im Zuge des aktuellen Bart-Hypes erlebt Bartöl momentan ein verdientes Comeback und rückt wieder in den Fokus moderner Bartpflege.

Die Verwendung von Rasieröl

Rasieröl ist sehr sparsam zu verwenden. Massieren Sie mit den Fingern einige wenige Tropfen in Ihre Bartkonturen und die umliegende Haut ein. Dabei werden die Barthaare, ähnlich wie durch einen Rasierpinsel, aufgerichtet und treten ein Stück weit aus dem Haarkanal hervor. Geben Sie dem Öl eine Einwirkzeit von ein bis zwei Minuten, bevor Sie mit dem Rasieren beginnen. Genau wie bei der Komplettrasur mit Rasierschaum kann die Wirkung des Rasieröls durch ein heißes Handtuch verstärkt werden. Gönnen Sie sich diesen Moment – er trägt ganz nebenher zu Ihrem Wohlbefinden während der Rasur bei. Damit ist Ihr Pre-Shave beendet und Sie können zum (abgelederten!) Rasiermesser greifen.

Konturen rasieren

Dieser Teil müsste im Grunde für jeden Bartträger individuell geschrieben werden – Sie selbst wissen am besten, wo die Konturlinien Ihres Bartes verlaufen sollen. Daher beschränken wir uns an dieser Stelle auf die wichtigsten Grundregeln, die für jeden Umgang mit dem Rasiermesser gelten:

  • Setzen Sie das Rasiermesser in einem Winkel von 30 Grad auf die Haut und ziehen es im ersten Durchgang immer in Wuchsrichtung der Haare.
  • Ziehen Sie die betreffende Hautpartie mit der freien Hand straff oder schneiden Sie Grimassen, um die Haut zu glätten.
  • Entfernen Sie zwischen den einzelnen Rasierzügen Stoppel- und Ölreste von der Klinge. Am besten geht das mit einem bereitliegenden feuchten Schwamm.
  • Rasieren Sie im zweiten Durchgang quer zur Wuchsrichtung der Haare und im dritten Durchgang gegen die Wuchsrichtung.

Geschafft! Im nächsten Teil unserer Blog-Serie widmen wir uns der Nachbereitung, dem sogenannten After Shave. In diesem Sinne: Auf bald!

Bildquelle: Hairdresser's - Urheber: VadimGuzhva, Fotolia.com

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