Hässliche Rentiere rentieren sich


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Hässliche Rentiere rentieren sich

Nahezu jeder, der etwas verkaufen will, setzt auf schöne Dinge: Schöne Klamotten, schöne Autos, schöne Möbel und so weiter. Beauty sells. Das ist Standard und ungeschriebenes Gesetz. Wer aber bedient die Nische der Hässlichkeit? Scheußliche Dinge, so abgrundtief hässlich, dass sie fast schon körperliche Schmerzen oder Augenkrebs verursachen. Ganz recht: niemand. Oder, um genau zu sein: fast niemand…

Alles beginnt im Jahr 2011 mit einem gelangweilten Anwalt. Evan Mendelsohn sitzt am Computer und arbeitet seine täglich Routine ab: Risikoprüfungen für Unternehmen, Körperschaftsrecht und Vertragsprüfungen. Trockener Stoff für einen 31-jährigen mit Ambitionen. Er beginnt sich neben der Arbeit mit den Strukturen von SEO (Search Engine Optimization) zu beschäftigen. Während einer Analyse der bei Suchmaschinen (Google, Bing etc.) eingegebenen Begriffe fällt ihm etwas auf: Es gibt eine Unzahl von Anfragen nach hässlichen Weihnachtspullovern, aber keine Anbieter. Eine Marktlücke! Evan beschließt, die Nachfrage zu decken. Er ruft seinen besten Freund an, Nick Morton, einen auf Wurzelbehandlungen spezialisierten Zahnarzt. Der ist von Evans Geistesblitz begeistert und sofort mit von der Partie. Beide werfen ihre gesamten Ersparnisse in einen Topf. Mit 80.000 Dollar Startkapital gründen sie innerhalb einer Woche das Unternehmen „Tipsy Elves“, was frei übersetzt so viel wie „Beschwipste Elfen“ bedeutet. Sie haben beide weder Erfahrung mit Pullovern, noch mit dem Handel im Internet. Was sie dafür im Überfluss haben, ist eine gehörige Portion Enthusiasmus und Mut zur Lücke. Ein paar schnell zusammengeschusterte (natürlich hässliche) Probe-Pullover sorgen auf einer Händlermesse für Aufsehen und die Sache kommt ins Rollen. Beide machen einen Crashkurs in Photoshop und fangen an Pullover zu designen. Sie wollen Qualitätsware mit einem Anspruch auf Hässlichkeit verkaufen. Eines der ersten Motive, das umgesetzt wird, zeigt die Rückenansicht eines Weihnachtsmanns, der „Merry Christmas“ in den Schnee pinkelt. Gemeinsam mit hässlichen Rentieren, Weihnachtselfen und anderen Scheußlichkeiten wird das der Renner ihrer ersten Verkaufssaison. Sie verkaufen 5.000 Pullover und machen 400.000 Dollar Gewinn, woraufhin beide kurzerhand ihren Job schmeißen und voll ins Geschäft einsteigen. Eine gute Entscheidung.

In den letzten fünf Jahren hat Tipsy Elven einen Umsatz von gut 20 Millionen Dollar gemacht. Evan und Nick haben eine Gründer-Show im TV gewonnen und damit einige Investoren an Land gezogen. Sie beschäftigen 20 Mitarbeiter und haben ihr Angebot hässlicher Weihnachtspullover um völlig überzogene Patrioten-Kleidung erweitert: Vom Bikini bis zum Skianzug im „Star-Spangled Banner-Design“ ist alles zu haben. Da bekommt der alte Slogan „Mut zur Hässlichkeit“ doch eine ganz neue Bedeutung…

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