Highland Games

Highland Games

Jetzt wird’s schottisch

Nein, wenn man starke Männer in kurzen Röcken sieht, die Baumstämme in die Luft werfen, leidet man nicht zwangsläufig an Halluzinationen. Sind es Röcke mit dem typisch schottischen Karomuster, handelt es sich um traditionelle Kilts und man ist wahrscheinlich an einem Austragungsort der sogenannten Highland Games gelandet. Dieses ur-schottische Spektakel erlebt derzeit einen ungeahnten Boom in Deutschland. Zu Recht, wie wir meinen. Neben den beeindruckenden Wettkämpfen in verschiedenen Disziplinen gibt es zumeist ein umfangreiches Rahmenangebot mit Musik, Essen und typisch schottischem Kulturprogramm. Mehr Volksfest als Olympia und ein absolut familientaugliches Ausflugsziel am Wochenende. Doch worum geht es eigentlich?

Der Ursprung der Highland Games

Die Tradition der Highland Games geht auf die Stammeskultur der schottischen Clans zurück. Bei sogenannten Gatherings trafen die Mitglieder der verschiedenen Clans aufeinander und maßen ihre Kräfte im Wettkampf. Nach Meinung verschiedener Geschichtsforscher dienten Gatherings bereits zur Zeit vor Christus rein kriegerischen Zwecken. Im Wettkampf sollten die besten und stärksten Krieger der jeweiligen Clans ermittelt werden, um in der nächsten Fehde (von denen es reichlich gab) die kampfstärkste Truppe aufbieten zu können.

Erste geschichtliche Nachweise der Highland Games stammen aus dem 11ten Jahrhundert. Unter dem schottischen König Malcolm lll wurden die Games erstmals als „Königlicher Wettbewerb“ ausgetragen und dokumentiert. In den folgenden Jahrhunderten nahm die Zahl der Highland Games beständig zu und sie erfreuten sich wachsender Beliebtheit und großer Popularität. Diese Entwicklung wurde mit der Schlacht von Culloden im Jahr 1746 jäh unterbrochen. Nach der Niederlage von Bonnie Prince Charlie verboten die Engländer sämtliche Aktivitäten der schottischen Clans. Erst im Jahr 1781 konnte wieder ein Highland Gathering abgehalten werden und seit dieser Zeit bürgerte sich die Tradition wieder in ganz Schottland ein.

Die Disziplinen der Highland Games

Die etwa 30 Einzeldisziplinen bei den klassischen Highland Games unterteilen sich in 10 verschiedene Kategorien. Obwohl die kraftbetonten Wettkampfarten im Vordergrund stehen, tragen vor allem die musikalischen und tänzerischen Disziplinen viel zum unterhaltsamen Fest-Charakter der Veranstaltungen bei. Die 10 Kategorien sind:

  • Running (Lauf- und Gehwettbewerbe)
  • Tug-o-War (Seil-/Tauziehen)
  • Cycling (Fahrrad-Geländerennen)
  • Light Field Events
  • Wrestling (Ringen)
  • Hill Race (Geländelauf mit Kilt)
  • Heavyweights bzw. Heavy-Events
  • Highland Dancing (Tanzwettbewerb)
  • Pipe Band Contest (Bandwettbewerb)
  • Solo Piping (Einzelvortrag mit Dudelsack)

Die Wettkämpfe in den Disziplinen der Heavyweights gehören zweifelsohne zu den spektakulärsten Momenten der Highland Games. Insbesondere die Disziplin „Tossing the Caber“ ist mittlerweile zum Sinnbild des schottischen Kraftsports geworden. Dabei gilt es, einen Baumstamm von knapp sechs Metern Länge und einem Gewicht bis zu 60 Kilogramm senkrecht anzuheben und von sich weg zu werfen. Nicht die Weite entscheidet über die Qualität des Wurfs, sondern Art und Winkel des erzielten Überschlags. Weitere Disziplinen der Kategorie Heavyweights sind:

  • Weight For Distance (eine Art Hammerwurf), Gewicht: 13 bis 25 Kilogramm
  • Weight For Height (Gewicht-Hochwurf über eine Latte), Gewicht: 25 Kilogramm
  • Putting The Stone (Stein-Weitwurf), Gewicht: 7,5 bis 10 Kilogramm
  • Farmer's Walk (Gehen mit Gewichten in den Händen), Gewicht: je 70 Kilogramm
  • Sheaf Toss (Heusack-Weitwurf)

Diese Auflistung macht schnell klar: Highland Games sind nichts für Weicheier. Hier treffen sich echte Alpha-Kerle und messen ihre Bärenkräfte miteinander. Bei den in Deutschland stattfindenden Highland Games gehen auch Frauen an den Start, bleiben dabei aber in ihrer eigenen Klasse. Kräftig gefeiert wird dann zum Schluss natürlich gemeinsam.

Das Team von A.P. Donovan ist stolz darauf, 2017 zum ersten Mal einen Teilnehmer der Highland Games aktiv zu unterstützen: Yves Gerlinger, in der Szene besser als Wildboars Randy bekannt. Yves ist der Gewinner unserer Alpha-Challenge 2016 und seit Jahren erfolgreicher Heavyweights-Mitstreiter bei zahlreichen Highland Games. Auch in dieser Saison ist er bereits für verschiedene Events angemeldet und wird dort in Shirts von A.P. Donovan antreten. Wir halten euch via Facebook natürlich über die Termine auf dem Laufenden. Also Wildboars Randy: „Go for it! Toss the Caber!“

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Kategorien : Neuigkeiten

Veröffentlicht : 19.05.2017 14:36:19