Bart wachsen lassen

Vielleicht ist aller Anfang schwer. Haben Sie sich mit dem Gedanken getragen, einen Bart wachsen lassen? Was hindert sie daran? Viele Menschen treffen im Winter die Entscheidung, sich einen Bart stehen zu lassen. Ursprünglich als Kälteschutz gedacht, wollen die einen ihre Persönlichkeit untermauern, während andere an ihre Freizeit, an einen Urlaub oder daran denken, dass sie vom Alltag weit entfernt sind. Eigentlich ist der Zeitpunkt für einen richtigen "Wachstumsbeginn" egal. Fangen Sie einfach an.

Wer den Entschluss gefasst hat, einen Bart wachsen zu lassen, sollte nicht zu früh beginnen, ihn zu rasieren. Geben Sie ihm etwa vier bis sechs Wochen Zeit, damit er wachsen kann. Starten Sie dann, Ihren Bart in die gewünschte Form zu bringen. Je nachdem, für welche Art von Bart Sie sich entscheiden, können Sie anschließend überstehende Haare entfernen und wegschneiden. Nach und nach wachsen immer mehr Haare und der Bart wird dichter. Sind Sie noch jung, gibt es keinen Grund, sich Sorgen zu machen, wenn der Wuchs zunächst etwas langsamer erfolgt.

Warum überhaupt einen Bart wachsen lassen? Ein Bart bietet seinem Träger eine Möglichkeit, Individualität und Einzigartigkeit zum Ausdruck zu bringen. Passend zum richtigen Mann gibt es unzählige Varianten, beginnend beim Vollbart, über den Drei-Tage-Bart, bis zum Schnurrbart. Denkbar sind natürlich alle möglichen Zwischenstufen. Der Gestaltung sind keine Grenzen gesetzt und im Übrigen sind trendige Styles heute längst gesellschaftsfähig.

Wird der Bart zudem noch regelmäßig gepflegt oder getrimmt, sieht er nicht nur edel aus, sondern steht auch für Gepflegtheit seines Trägers. Einen Bart wachsen lassen, fordert aber auch Disziplin und Geduld. Hier gibt es nämlich keinen Zeitplan, weil bei jedem Mann der Bartwuchs mal mehr und mal weniger intensiv ausfällt.

Beginnen Sie, wenn Sie schon einen Bart haben, ihn möglichst auf eine einheitliche Länge zu trimmen. Waren Sie vorher glatt rasiert und wollen jetzt ganz neu einen Bart wachsen lassen, warten Sie ein paar Wochen und beginnen Sie erst dann, ihn auf eine einheitliche Länge zu trimmen. Verwenden Sie dazu einen Bartschneider, den Sie am Anfang etwa alle drei Tage einsetzen. Lassen Sie den Bartschneider auf der niedrigsten Stufe stehen, bis Sie mit dem erzielten Ergebnis zufrieden sind. Beginnen Sie dann allmählich, die Länge zu erhöhen, bis Ihr "frischer" Bart so ist, wie Sie ihn wünschen.

Schwachen Bartwuchs stärken

Keine Erbanlage eines Mannes legt fest, dass sein Bartwuchs mit einem bestimmten Alter bereits voll entwickelt sein muss. Bei vielen Männern ist er schon mit 18 Jahren ausgeprägt, während er bei anderen vielleicht erst ab dem 25. Lebensjahr abgeschlossen ist. Hinzu kommt, dass der Hormonspiegel vieler Männer bis zu einem Lebensalter von etwa 30 Jahren ständig ansteigt und dadurch ein noch intensiverer Bartwuchs entsteht. Genetische Veranlagungen führen auch dazu, dass manche Männer über einen intensiven Bartwuchs verfügen, aber dennoch eine Glatze haben. Somit kann keine generelle Aussage darüber, wann und wie schnell Haare zu wachsen haben, gemacht werden. Zaubermittel, die einer genetischen Veranlagung entgegenwirken, gibt es nicht.

Viele Männer haben gar keinen oder nur einen schwachen Bartwuchs. Oftmals entsteht ein leichter Flaum, der vielen unangenehm ist. Ebenfalls beginnt der Bartwuchs mal früher und mal später. Gründe dafür sind neben erblichen Eigenschaften, Faktoren wie Testosteron-Mangel, ein Mangel an Vitaminen und Nährstoffen, aber auch das Alter.

Männer aus dem asiatischen Bereich haben grundsätzlich einen schwachen Bartwuchs, während Männer mit einem orientalischen Hintergrund einen starken Wuchs haben. Die genetische Veranlagung bestimmt zudem mit, wie stark der Bart am Kinn oder den Wangen wächst.

Der Fachbegriff für männlichen Hormonmangel lautet Hypogonadismus, wobei es grundsätzlich um das Männerhormon Testosteron geht. Ein Testosteronmangel kann zu fehlender sexueller Lust, Muskelschwund, Blutarmut, Depressionen, einer Zunahme des Körperfettgehalts und sogar Knochenschwund führen. Männer sollten unbedingt eine Hormonanalyse durchführen. Hierzu sollte unbedingt ein Facharzt hinzugezogen werden, mit dem abgeklärt wird, ob eine Hormonbehandlung sinnvoll ist.

Schwacher Bartwuchs kann auch durch Vitaminmangel hervorgerufen werden. Wichtig ist immer eine gesunde Ernährung mit den erforderlichen Vitaminen. Diese Faktoren wirken sich nicht nur auf das allgemeine Wohlbefinden, sondern auch auf den Bartwuchs aus. Bedeutende Vitamine sind A, B und E. Hinzu kommt das Vitamin B 7, bekannt als Haarvitamin.

Da der Bartwuchs auch mit Hormonen zusammenhängt, kann er mit zunehmendem Alter schwächer werden. Männer produzieren im Alter weniger Testosteron und jede Körperzelle wird langsamer und leistungsschwächer. Dies gilt auch bei den Zellen, die für den Bartwuchs verantwortlich sind.

Wächst der Bart bei einem jungen Mann nur unregelmäßig oder bleiben Lücken, sollte die Hoffnung noch nicht aufgegeben werden. Die ersten Haare sind meist sehr dünn und so manche Lücke schließt sich mit dem Älterwerden. Männer sollten die zunächst dünnen Haare öfters abrasieren.

Ein schwacher Bartwuchs kann auch durch das Medikament Minoxidil behandelt werden. Offiziell handelt es sich um ein Mittel gegen Haarausfall und wird zweimal täglich als Lösung oder Schaum aufgetragen.

Bart trimmen

Wer seinen Bart selbst trimmen möchte, benötigt als unabdingbare Voraussetzung ein hochwertiger Barttrimmer. Jeder Mann sollte mit der höchstmöglichen Einstellung des Trimmers beginnen und die ganze Sache langsam angehen. Er muss wissen, dass ein Bart immer trocken gestutzt wird. Zudem muss er frei von Bartöl, Wichse oder Verschmutzungen sein.

Vor dem Trimmen sollten Sie den Bart mit einem Bartshampoo waschen und ihn anschließend trocknen. Allerdings sollte das Waschen nicht zu lange dauern, damit die Barthaare nicht aufweichen. Tupfen Sie anschließend die Barthaare mit einem trockenen Handtuch ab. Sie können die Haare auch föhnen oder an der Luft trocknen lassen. Anschließend beginnen Sie mit dem trimmen.

Barttrimmer sind so konstruiert, dass sie beim Trimmen gegen den Strich die Barthaare aufstellen und anschließend schneiden. Barthaare können auch mit einem Kamm aufgestellt werden. Lassen Sie sich Zeit und arbeiten Sie mit möglichst wenig Druck.

Wollen Sie einen Drei-Tage-Bart trimmen, gestaltet sich der eigentliche Vorgang ziemlich leicht und geht noch dazu schnell. Stellen Sie den Trimmer auf ein bis fünf Millimeter und legen Sie dann los. Achten Sie darauf, die richtige Stufe zu wählen. Ein guter Anfang für einen Drei-Tage-Bart ist, sich ein paar Tage zu rasieren und dann wieder einen Bart wachsen zu lassen. Möglich ist auch, einen Bart über mehrere Wochen wachsen zu lassen und ihn regelmäßig zu stutzen.

Je nach Stärke des Wuchses kann das Trimmen alle zwei bis drei Tage erfolgen. So entsteht ein dichter, schöner Bartwuchs.

Auch ein Vollbart kann bis zu einer bestimmten Länge selbst getrimmt werden. Dadurch kann eine Struktur in den Bart geschafft werden. Achten Sie aber darauf, dass ein Barttrimmer beziehungsweise dessen Aufsatz, beim Vollbart an Grenzen geraten kann. Sie haben zudem die Möglichkeit, die Gesichtsform durch eine optimale Gestaltung des Bartes zu formen.

Bartkonturen rasieren

Präzise Konturen stellen sicher, dass der Bart gepflegt aussieht. Allerdings sind je nach Art und Länge des Bartes sowie der Gesichtsform seines Trägers verschiedene Aspekte zu berücksichtigen. Nur Männer, die ihr Barthaar regelmäßig stutzen, können saubere Konturen ziehen. Lange, ungepflegte Haare bilden Querschläger und zudem eine weniger schöne Kante.

Nassrasierer mit Scherkopf führen zwar beim Rasieren zu glatten Ergebnissen. Allerdings eignen sie sich nicht, um scharfe Konturen eines Bartes sicherzustellen. Elektrische Rasierer können mit einer gesonderten Klinge einigermaßen korrekte Konturen realisieren. Am besten eignen sich jedoch Rasiermesser beziehungsweise Rasierhobel.

Bartträger sollten ihren Bart am Anfang erst einmal richtig wachsen lassen, zumal die Rasur von Konturen immer endgültig ist und Fehler schwer zu korrigieren sind. Sie sollten daher die Entwicklung Ihres Bartes erst einmal ein paar Wochen beobachten. Anschließend können Sie an den richtigen Stellen ansetzen und die Konturen bearbeiten. Natürlich können Sie schon vorher mit dem Trimmen des Bartes beginnen, zumal herausstehende Haare das anschließende Ziehen der Konturen erschweren.

Professionelle Konturen des Wangenbereichs und der Backen sind, egal ob bei einem Drei-Tage-Bart oder Vollbart, wichtig und tragen zu einem gepflegten Aussehen bei. Die Kontur zwischen Koteletten und Oberlippenbart verläuft gerade oder in Form einer leichten Kurve. Wichtig ist die Gesichtsform und Stärke des Bartwuchses, die entscheidet, auf welcher Höhe die Kontur angesetzt wird. Männer mit vielen Haaren an Wangen und Backen können die Kontur hoch ansetzen. Männer hingegen mit weniger stark behaarten Wangen setzen die Kontur etwas tiefer an. Gerade an den Wangen sollte ein Rasiermesser verwendet werden, da es sich hier, im Gegensatz zu dem Bereich des Kinns oder direkt unter der Nase, um eine ebene Fläche handelt.

Bei vielen Männern stellen die Kieferknochen eine natürliche Linie dar, an der man sich beim Rasieren der Bartkonturen gut orientieren kann. Hier gilt der Grundsatz, je mehr nach unten von einem Bart stehen bleibt, umso größer und mächtiger sieht er aus. Das Zurechtstutzen der Konturen der Koteletten und des Halses ist also absolute Geschmacksache. Konturen sollten aber zwei bis drei Zentimeter abwärts des Kieferknochens gezogen werden.

Das Schneiden der Konturen des Kinns hängt sehr von der Gesichtsform ab. Männer, die ein mehr oder weniger großes Doppelkinn haben, können durch eine tiefe Kontur des Bartes dieses kaschieren. Zu anderen Männern, die ein markantes Kinn besitzen, kann eine höhere Kontur besser passen. Bei wiederum anderen Männern passen Konturen, die einem "U" ähneln, besser. Wo die Kontur des Bartes ansetzt, bleibt dem jeweiligen Geschmack überlassen.

Träger eines Vollbartes sollten möglichst an der Halspartie klare Konturen haben, die den Bart gepflegter aussehen lassen.

Bei Oberlippenbärten gibt es unzählige Möglichkeiten. Sie können nach oben oder unten geboren, lang, kurz, gezwirbelt oder einfach nur leicht geboren sein. Vielleicht ist ein Oberlippenbart auch nach oben oder nach unten gestellt oder sogar ganz gerade. Träger müssen sich darüber im Klaren sein, welche dieser Formen sie am liebsten haben wollen.

Bart färben

Es kann verschiedene Gründe geben, warum ein Mann sich seinen Bart färben will. Vielleicht ist es einfach mal nur eine andere Farbe. In vielen Fällen wollen Männer einfach ihre grauen Haare loswerden, um dadurch jünger zu wirken. Durch Färben kann auch erreicht werden, dass der Bart frischer oder trendiger aussieht. Zudem sind graue Haare nicht sichtbar, es sei denn, der Bart wird grau gefärbt.

Bedenken Sie jedoch, dass Ihr Bart permanent wächst und häufiger nachgefärbt werden muss. Deshalb macht das Färben bei einem kurzen Bart, wie einem Drei-Tage-Bart, keinen Sinn.

Um den Bart zu färben, benötigen Sie nur einige wenige Dinge. Hierzu zählen ein Färbemittel, das den gewünschten Farbton besitzt, ein spezieller Pinsel, mit dem das Färbemittel aufgetragen wird, Schutzhandschuhe sowie eine Hautcreme, die Hals und Gesicht gegen Hautverfärbung schützt.

Auf dem Markt existieren zahlreiche Bartfärbemittel. So können zum Beispiel Brush-in-Gels graue Haare abdecken. Beachten Sie aber, dass Barthaare grundsätzlich dicker und widerspenstiger sind, als Kopfhaare. Die Farbe wird daher von Barthaaren nicht so leicht absorbiert.

Trendig sind auch Farben, die andere übertönen. Dadurch wurden graue oder sogar weiße Bärte zu modischen Accessoires. Graue Haare kommen früher oder später automatisch mit dem älter werden. "Grau" ist gewissermaßen "farblos", weil den Härchen Farbpigmente fehlen. Um graue Haare aufzufrischen, gibt es verschiedene Gels, die die grauen Haare den umliegenden Barthaaren angleichen. Sie sollten bei Verwendung von Brush-in-Gels eine Farbvariante auswählen, die der natürlichen Farbe Ihres Bartes entspricht. Zudem sind diese Mittel unkompliziert und können leicht aufgetragen werden. Das Gel wird angerührt und mit einer Bürste in den Bart einmassiert. Das Gel sollte dann nach einigen Minuten gründlich ausgewaschen werden.

Wollen Sie Ihren Bart färben, wählen Sie zunächst die richtige Farbe aus. Es empfiehlt sich, einen etwas helleren Ton als den der natürlichen Bartfarbe zu wählen. Lesen Sie die Bedienungsanleitung des Färbemittels genau durch. Manche Farben werden auf die trockenen Haare aufgetragen, während bei anderen Mitteln der Bart feucht sein muss. Achten Sie darauf, dass die Barthaare das Mittel oft nicht gut annehmen, wenn es gerade frisch gewaschen wurde. Testen Sie die Hautverträglichkeit des Mittels. Entsteht an eine Teststelle ein Jucken oder eine Rötung, kann eine allergische Reaktion folgen. Tragen Sie auf den Hautpartien, die an den Bart angrenzen, eine dicke Schicht Hautcreme auf, damit die Haut nicht mit gefärbt wird. Ziehen Sie unbedingt Handschuhe, die meist der Packung des Färbemittels beiliegen, an. Tragen Sie das Färbemittel anschließend mit einem Pinsel auf den Bart auf. Kämmen Sie es dann gut durch, damit die Farbe gleichmäßig verteilt wird. Lassen Sie das Mittel einwirken. Achten Sie auf die vom Hersteller empfohlenen Einwirkzeiten. Spülen Sie den Bart gründlich aus und waschen Sie anschließend Gesicht und Hals. Sie können auch anschließend nach der Färbung duschen und Ihren Bart mit Shampoo waschen.

Ein weiteres bewährtes Färbemittel ist Henna, das aus pflanzlichen Rohstoffen besteht und Haare mit einer rötlichen Tönung versieht. Je nach Haartyp sorgt Henna für unterschiedliche Farbnuancen, die von einem Mahagonirot bis zu einem Orangerot reichen können. Henna ermöglicht sogar eine dunkle Färbung, sofern das richtige Pulver verwendet wird. Auch verschiedene Brauntöne sind möglich. Henna eignet sich auch als Pflegemittel für Barthaare. Allergische Reaktionen sind nicht bekannt. Henna kann zudem mit anderen Farben, wie Rosmarin, Kamille, Indigo, Salbei, Walnuss oder Rhabarber gemischt werden. Allerdings sind gravierende Unterschiede der Farben nicht zu erzielen. Mit Henna werden dunkle Barthaare nicht heller und helle Barthaare können nicht sehr viel dunkler gefärbt werden. Ebenso nehmen graue oder weiße Bärte eine Hennafärbung nur schwer an.