Worauf kommt es bei einem Rasiermesser wirklich an?

In dieser Lektion der A.P. Donovan Rasiermesser Akademie lernst du, wie du das passende Rasiermesser für dich findest, worauf es wirklich ankommt und worauf du Wert legen solltest.


Zuallererst ist das Gewicht des Rasiermessers ein wichtiges Kriterium. Du solltest in der Lage sein, das Messer mit drei Fingern zu halten und 5 Minuten am Stück sicher zu führen, ohne mit der Hand zu ermüden. Aber welches Gewicht ist das?


Hier kommt Einstein ins Spiel: Alles ist relativ. Ein schmächtiger Mann mit einer Größe von 1,5 m wird das Gewicht von 100g sicher anders empfinden, als ein 2,20m großer Muskelberg. Such dir Haushaltsgegenstände zwischen 50 und 100g und probiere es aus. Du wirst schnell merken, mit welchem Gewicht du dich wohl fühlst.


Der Griff hat sowohl eine funktionale als auch eine emotionale Seite. Die Funktion eines Griffs ist der sichere Halt. Er sollte bequem in der Hand liegen, nicht rutschen und ein wenig leichter als die Klinge sein. Handling und Haptik sind wichtig für die Funktion. Die Haptik zusammen mit dem Look machen die emotionale Seite eines Griffs aus. Sich mit einem Rasiermesser zu rasieren, ist die Königsklasse für echte Kerle.

Du solltest gerne zu deinem Werkzeug greifen, um das Ritual durch und durch genießen zu können. Außerdem sollen deine Gäste doch sehen, was für ein cooles Equipment du dir angeschafft hast, wenn sie dein Bad benutzen.

Kunststoffgriffe wirken bescheiden. Egal in welcher Ausführung. Holz ist der traditionelle Werkstoff. Am wertigsten wirkt ein Materialmix aus Holz und Stahl.


Wenden wir uns der Klinge zu. Hierzu solltest du dir auch das Video „Welche Rasiermesserklinge ist die richtige für mich?“ ansehen.


Eine Edelstahlklinge gilt als „pflegeleicht“. Ein gewisser Chromanteil im Stahl sorgt dafür, dass dieser Stahl nur sehr langsam rostet. Genau dieser Chromanteil sorgt aber auch dafür, dass die Klinge geringfügig weicher als Kohlenstoffstahl ist. Dadurch wird sie schneller stumpf und muss öfter am Stein geschärft werden.


Kohlenstoffstahl ist etwas härter und hält dadurch ein wenig länger seine Schärfe. Dafür rostet er aber auch sehr schnell.


Zu guter Letzt ist da noch der Damaststahl. Sieht interessant aus, hat aber keine besonderen Vorteile gegenüber dem Standard-Qualitätsstahl. Auch bei Damstklingen hängt vom Chromanteil in den verwendeten Stahlsorten ab, wie schnell die Klinge rostet und wie hart sie ist.


Viele Einsteiger stehen zu Beginn der Anschaffung vor der Frage: Shavette oder gleich eine Permanentklinge? Die Vorteile einer Shavette sind die günstige Anschaffung und das einfache Austauschen der Klingen. Dadurch muss nicht geschärft werden, sie ist hygienischer im kommerziellen Umfeld und einfacher in der Pflege.

Vorteile einer Permanentklinge: naja, sie ist einfach männlicher, hat eine schönere Optik und hat vor allem Stil. Es gibt keine laufenden Kosten. Bei richtiger Pflege hat sie eine Lebensdauer über mehrere Menschenleben und ist damit auch ein tolles Erbstück. Die Klinge ist in der Regel länger und meist schärfer, als die industriell geschliffenen Klingen.


Was empfehlen wir nun?


Als Einsteiger solltest du ein gutmütiges Messer mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis erwerben. Schließlich ist nicht sicher, ob die Rasiermesserrasur etwas für dich ist. Im schlimmsten Fall landet das Ding nach einer Rasur in der Ecke.

Ein Messer mit Rundkopf, 3/4 - 7/8 Zoll Edelstahlklinge, mit einem einfachen Holz- oder Kunststoffgriff sollte für den Anfang reichen. Zu billig sollte es nicht sein. In dem Fall läuft man Gefahr, sich den Spaß an der Rasiermesser Rasur aufgrund schlechter Erfahrung gleich zu vermiesen.


Der Fortgeschrittene könnte zu einem spitzeren Kopf greifen, um Konturen und Kanten perfekt herauszuarbeiten. Die Klinge kann in der Höhe abnehmen. Zum Beispiel eine 5/8 Zoll Klinge, die ruhig aus Kohlenstoff- oder Damaststahl sein darf.


Und der Profi? Ja der wird schon selbst wissen, worauf er Bock hat.

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