Rasiermesser 

Die Geschichte der Rasur mit einem Rasiermesser lässt sich in Europa bis in die mittlere Bronzezeit (16. Jahrhundert v. Chr.) zurückverfolgen. Damals war die Rasur ein Privileg, dass nur den Familienoberhäuptern und Männern der Aristokratie vorbehalten war. In Grabbeigaben dieser Zeit wurden Rasiermesser aus Bronze und Kupfer gefunden.

Im römischen Reich war die Sitte des Rasierens ab 300... Mehr...

Rasiermesser: Zeige 1 - 10 von 10 Artikeln
Rasiermesser: Zeige 1 - 10 von 10 Artikeln

Die Geschichte der Rasur mit einem Rasiermesser lässt sich in Europa bis in die mittlere Bronzezeit (16. Jahrhundert v. Chr.) zurückverfolgen. Damals war die Rasur ein Privileg, dass nur den Familienoberhäuptern und Männern der Aristokratie vorbehalten war. In Grabbeigaben dieser Zeit wurden Rasiermesser aus Bronze und Kupfer gefunden.

Im römischen Reich war die Sitte des Rasierens ab 300 v. Chr. bekannt, gehörte aber noch lange nicht zur alltäglichen Praxis der Körperpflege. Erst mit der Etablierung des Barbierhandwerks im 14. Jahrhundert fand die Rasur weitere Verbreitung. Da zu dieser Zeit die Verwendung von Rasierschaum noch unbekannt war, stellte die Rasur eine schmerzhafte Prozedur dar. In der frühen Neuzeit des 16. und 17. Jahrhunderts wurde die Bedeutung des Rasiermessers durch die rasch wechselnde Bartmode bestimmt.

Mitte des 18. Jahrhunderts bewirkte die Entwicklung des sehr harten Gussstahls einen Quantensprung in der Herstellung qualitativ hochwertiger Messer für die Rasur. Die aus diesem neuen Material gefertigten Klingen waren extrem scharf und schnitthaltig. In der Folge setzte sich die Selbstrasur zunehmend durch.

Ab dem 19. Jahrhundert wurden Rasiermesser in Serienproduktion hergestellt. Marktbeherrschend waren hier in erster Linie Klingen aus Solingen, Sheffield und dem französischen Raum. In Deutschland erlebte das Barbiergewerbe zu Ende des 19. Jahrhunderts einen regelrechten Boom, da auch Bartträger sich Teile des Gesichts glattrasieren ließen.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts begann der von Gilette entwickelte Rasierhobel mit auswechselbaren Klingen das Rasiermesser zu verdrängen. Die Erfindung des elektrischen Trockenrasierers nach Ende des zweiten Weltkriegs bedeutete weitere Konkurrenz für das traditionelle Messer zur Rasur.

Heutzutage wird der Bereich der Nassrasur von Systemrasierern mit austauschbaren Wegwerfklingen dominiert, die das klassische Rasiermesser in ein Nischendasein zurückgedrängt haben.

Rasiermesser für den Sinneswandel

"Ein Rückschritt kann auch ein Fortschritt sein!" Lässt man sich diesen Aphorismus einmal gründlich auf der Zunge zergehen, offenbart sich eine ganz neue Sichtweise der Welt. Was gemeinhin als Fortschritt bezeichnet wird, mündet oftmals in einer Selbstentfremdung des Menschen und entfernt ihn zunehmend vom eigentlichen Kern der Dinge. Eine Rückbesinnung auf tradierte Werte kann hier einen Wendepunkt bedeuten. Der Griff zum klassischen Rasiermesser kann also ein Zeichen gegen den hektischen Zeitgeist sein. "Mann" nimmt sich eine Auszeit, legt eine entschleunigte Pflegepause ein, die nur ihm und seinem Wohlbefinden gehört. Ein Ritual der Sinne.

Männlichkeit neu definiert

Auch die Auswirkungen des sogenannten Fortschritts auf das herrschende Männerbild unterliegen dem Zeitgeist. Es ist noch gar nicht so lange her, dass dem urbanen metrosexuellen Mann die Zukunft zu gehören schien. Männlichkeit war out und wurde als Relikt einer machohaften Gesellschaft bewertet. Dieses Kapitel des gesellschaftlichen Diktats neigt sich glücklicherweise dem Ende zu. Mann zu sein, mit allen dazugehörigen männlichen Attributen, ist wieder gesellschaftsfähig.

Das neue "characteristicum masculinum"

Auffälligster Indikator dieser Entwicklung ist der neue Trend zum Bart. Der Bart als Inbegriff der modernen Männlichkeit. Schauspieler, Musiker und Männer-Models tragen ihren Bart wie ein Schutzschild gegen die wachsende Androgynität des urbanen Mannes. Insbesondere der Drei-Tage-Bart steht sinnbildlich für Abenteuer und Individualität. Der Träger signalisiert: Ich bin ein Mann und im Großstadtdschungel ebenso zuhause wie in freier Wildbahn! Gepaart mit diesem "back to the roots"-Gefühl ist der Wunsch nach einem gepflegten Äußeren. Aber den individuellen Style mit einem x-beliebigen Systemrasierer gestalten? Undenkbar! Von der Komplettrasur bis hin zum exakten Konturieren und Ausrasieren liefert ein hochwertiges Messer für die Rasur die besten Ergebnisse. Den Moment der Rasur als Kontrapunkt zur Alltagshektik erleben. Eine Wohlfühloase in der die optische und haptische Ästhetik von Rasierpinsel und Rasiermesser den Reiz des Moments bestimmen. Gönnen Sie sich diese stilvolle Wellness-Pause zur Pflege Ihrer Männlichkeit.

Du hast dich für ein Rasiermesser entschieden? Dann geben wir die hier noch ein paar Tipps auf den Weg mit.

Die Messerrasur an sich ist etwas, was gekonnt sein will, viel Übung braucht und einiger Vorbereitung bedarf. Damit du diesen Weg nicht alleine beschreiten musst, hat A.P. Donovan dir einen Leitfaden zusammengestrickt, der alle Fragen beantworten sollte. Unsere vierteilige Serie zu diesem Thema gibt dir einen Guten Überblick:

Die Rasur mit einem Rasiermesser - Teil I: Die richtige Haltung

Die Rasur mit einem Rasiermesser - Teil II: Die Vorbereitung

Die Rasur mit einem Rasiermesser - Teil III: Die Komplettrasur

Die Rasur mit einem Rasiermesser - Teil IV: Bartkonturen

Sobald du diese Anleitungen verinnerlicht hast, kannst du dich an die Rasur machen. Nimm dir dafür ausgiebig Zeit. Beim ersten Mal dauert es sicher etwas länger und du solltest bewusst auf die richtige Haltung achten. Die anspruchsvollsten Stellen sind die Oberlippe und das Kinn. Sei hier besonders behutsam. Wenn du alle Ratschläge beherzigst, wird es sich lohnen. Deine Frau wird die dafür lieben, dass du dich wie ein richtiger Mann rasierst. Deine Haut wird es dir danken, denn keine Rasur ist so schonend, wie die Rasur mit einer Rassiermesserklinge. Und zu guter letzt freut sich auch noch dein Geldbeutel, da du den Besuch beim Barbier und die Anschaffung neuer Klingen gleichermaßen sparen kannst. Weitere Vorteile findest du hier.