Meerschaumpfeifen 

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Die Meerschaumpfeife- eine Göttin unter den Tabakspfeifen 

Das Rauchen mit einer Meerschaum Pfeife gilt als absoluter Genuss und ein ganz besonderes Erlebnis. Der Kopf der Pfeife besteht aus Sepiolith, einem sehr selten vorkommenden Magnesiumsilikat aus Kieselerde, Bittererde und Wasser, das sich hauptsächlich in der türkischen Region Eskisehir findet. Auch in Italien und Tansania kommt es vor. Das weiße, besondere Ausstehen erinnert an die Gicht des Meeres und gab dem Material wohl seinen Namen. Das ursprüngliche Zentrum der Herstellung der Pfeifen war im 18. Jahrhundert Wien. Bereits 1723 entstand die erste Beschreibung dieser Pfeife, nachdem österreichische Händler das Material in der Türkei entdeckten und von dort aus exportierten. Die Pfeifen gewannen schnell an Beliebtheit und waren aufgrund ihrer besonderen Eigenschaften bei Kennern sehr beliebt. Auch als "Venus unter den Pfeifen" wurden sie bezeichnet, da diese Göttin ohnehin mit der Gicht des Meeres assoziiert wird. 

A.P. Donovan Qualität: Meerschaumpfeifen handgefertigt

Inzwischen entstehen die Meerschaum Pfeifen meistens in der Türkei, da die gesetzliche Lage dort vorschreibt, dass das Silikat nicht mehr als Rohmaterial exportiert werden darf. Das sorgfältige Schnitzen der Pfeifenköpfe dort hat eine lange und bewährte Tradition. Viele der Pfeifen sind kunstvoll geschnitzt und außergewöhnliche Werke, die nicht nur mit ihren exzellenten Eigenschaften zum Rauchen, sondern auch durch ihr Aussehen begeistern. Die Auswahl reicht hier von einfachen, klassischen Köpfen bis hin zu ganz besonderen Schnitzereien, die zum Beispiel Tierköpfe zeigen. Nicht nur für Raucher, sondern auch für Sammler, sind und waren die Pfeifen daher attraktive Objekte. Vor allem in England sammelten im 19. Jahrhundert viele Aristokraten die Tabakspfeifen. Bei der Bearbeitung müssen die Köpfe dauerhaft feucht bleiben. Dadurch erhalten sie eine Konsistenz, die an Seife erinnert, und lassen sich sehr gut schnitzen. Hierzu verwenden Fachleute eine Reihe unterschiedlicher Messer, um die genaue Arbeit und die hohe Qualität des Werks zu gewährleisten. Der weiche Meerschaum ist in dieser Form exzellent zur Bearbeitung geeignet. Nach der Fertigstellung taucht man den Kopf in kochendes Wachs. Dies erhöht die Stabilität und sorgt für die besonderen Verfärbungen, die dann beim Rauchen auftreten. 

Ein besonderes Erlebnis mit einem besonderen Material 


Pfeifenkenner lieben und schätzen das Rauchen mit diesen außergewöhnlichen Pfeifen. Schon seit Jahrhunderten sind sie bei Genießern beliebt. Aber was macht das Rauchen mit dieser Pfeife zu so einem besonderen Erlebnis? 
Bei einer Meerschaum Pfeife ist das Einrauchen überflüssig. Von Anfang an ist ihr Material geschmacksneutral. 
Dieses ist weiß, dunkelt jedoch im Laufe der Zeit häufig nach. Dabei entstehen einmalige, nicht vorhersagbare Farbtöne, die von einem leichten Creme über Beige bis hin zu dunklen Verfärbungen reichen können. So verwandelt sich jede der Pfeifen nach einigen Stunden des Rauchens in ein Unikat. Außerdem ist das Sepiolith sehr feuerbeständig, so dass anders als bei Holz- oder Bruyere-Pfeifen keine Gefahr besteht, dass es anbrennt. 
Die exzellenten Raucheigenschaften entstehen durch die Porosität des Silikats. Dadurch ist dieses extrem saugfähig. Das Sepiolith nimmt also während des Rauchens Kondensate auf, so dass auf einen Filter bei dieser Pfeife verzichtet werden kann. Auch Teer und Nikotin absorbiert das Silikat. Feine Kanäle im Material nehmen die Feuchtigkeit, die beim Rauchen entsteht, auf und leiten diese nach außen. So entsteht ein trockener und angenehmer Rauch. 
Da der Meerschaum keinen Eigengeschmack besitzt, sind die Pfeifen exzellent geeignet, um die Qualität eines bestimmten Tabaks zu überprüfen. Die Qualität wird durch nichts verfälscht. Das Material ist außerdem sehr leicht. Natürlich können die Tabakspfeifen auch mit Filter verwendet werden. Diese können ebenfalls aus Meerschaum hergestellt werden oder aus Aktivkohle bestehen. Außerdem ist es möglich, dass ein Granulat aus dem hochwertigen Material als Einlage in den Pfeifenkopf gelegt wird. Dieses sorgt für außergewöhnliches kühles und trockenes Rauchen. Das Granulat wird gemeinsam mit den Tabakresten entsorgt. Die exzellente Saugfähigkeit, der neutrale Geschmack, bei dem der Tabak besonders gut zur Geltung kommt und das hochwertige Material haben der Pfeife ihren Titel verschafft: unter Kennern ist sie als die "weiße Göttin" bekannt. 

Echter Genuss mit einer Meerschaum Pfeife in höchster Qualität 



Bei der Wahl der richtigen Tabakspfeife gilt es drei verschiedene Sorten Meerschaum voneinander zu unterscheiden. Naturmeerschaum stammt aus Anatolien, einer Region in der Türkei, wo die besten Vorkommen des Rohstoffs zu finden sind. Die Gegend um Eskişehir ist das Zentrum des Abbaus. Dort befinden sich zahlreiche Minen. Tansania ist Abbauregion für den Amboseli-Meerschaum, der jünger und schwerer als das türkische Äquivalent ist. Er ist außerdem weniger aufnahmefähig und besitzt eine dunklere Färbung. Aus Produktionsresten, die mit Kalk vermischt werden, entsteht der Pressmeerschaum. Dieser besitzt nicht die klassischen Eigenschaften des Meerschaums, sondern ist weniger porös. Der Rauch ist daher nicht vergleichbar kühl und trocken. In der Türkei werden die Pfeifen aus Naturmeerschaum in aufwendiger Schnitzarbeit hergestellt. Dorther stammt die höchste Qualität des Silikats, die im Idealfall aus einem einzigen Block geschnitzt werden. 

Die richtige Pflege für die anspruchsvollen Tabakpfeifen aus weißem Gold 



Meerschaumpfeifen sind zwar von hoher Qualität, aber auch sehr empfindlich. Daher ist ein behutsamer Umgang mit ihnen wichtig. Während des Rauchens sollten sie nur am Mundstück berührt werden, um Fingerabdrücke zu vermeiden. Ein Einrauchen ist unnötig und auch das Anrauchen kann direkt mit gefülltem Kopf erfolgen, da dieser nicht durchbrennen kann. Trotzdem sollte das Rauchen langsam und gleichmäßig erfolgen. Vor dem Reinigen sollte die Pfeife abkühlen, denn das erhitzte Material ist weicher. Sobald sie abgekühlt ist, steht einer Reinigung mit dem Pfeifenbesteck nichts mehr im Wege. Das Auswischen des Kopfes mit einem weichen Stofftuch sorgt dafür, dass keine Reste und Ablagerungen verbleiben. Diese sind nicht erwünscht, denn sie verhindern, dass der Kopf das Kondensat aufnimmt. 

Pfeifen, die nicht durchbrennen, leicht sowie saugfähig sind und obendrein bezaubernd aussehen. Das klingt fast zu gut um wahr zu sein, aber bei diesen Tabakspfeifen trifft es zu. Da die Kondensate vom porösen Material aufgenommen werden, entsteht ein besonders trockener und kühler Rauch. Dafür ist kein Filter notwendig. Die Meerschaum Pfeifen haben sich ihren Ruf als weiße Göttin unter den Tabakspfeifen mehr als verdient.