Allgäu-Brennerei products

Distillerie
Allgäu-Brennerei

„Berlin ist eine lebenswerte Stadt, aber dann fehlen einem die Berge, allein schon von der Optik her…“
Berge gibt es im Allgäu reichlich und nach Berlin hat es Stephan Günther nur des Berufs wegen verschlagen. Dort befindet sich die einzige Destillateurmeister-Schule Deutschlands. Alle vier Jahre werden hier 15 bis 20 angehende Destillateurmeister auf ihr Wissen geprüft. Nicht viele, wenn man die Zahl der deutschen Destillerien bedenkt.
„Die wenigsten Destillerien haben einen echten Destillateurmeister“

sagt Stephan Günther. Für ihn war aber immer schon klar, dass er nach dem Betriebswirtschafts-Studium auch das Destillier-Handwerk von der Pike auf lernen wollte. Schon als kleiner Bub hat er dem Großvater und Vater bei der Arbeit in der Brennerei über die Schulter geschaut.

„Die Alternative einen anderen Beruf zu erlernen hat es eigentlich nie gegeben.“
Mittlerweile leitet Stephan Günther den Familienbetrieb der Allgäu-Brennerei in der vierten Generation. Während sein Vater noch fast ausschließlich für den Großhandel brannte, ist die Brennerei heute auf die Flaschenabfüllung ihrer hochwertigen Spirituosen umgestiegen. Das Marktsegment der Discounter stand dabei aber niemals zur Debatte.

Trotz der großen Jahresproduktion von 100.000 Litern reinen Alkohols wird in der Allgäu-Brennerei mit Liebe zum Detail produziert. Das sieht auch die Deutsche Landwirtschaftsgesellschaft (DLG) so und bescheinigt dem Williams Christbirnenbrand der Allgäu-Brennerei „Hohen Genusswert und beste Qualität“. Seit Jahren verleiht sie diesem Klassiker eine ihrer begehrten Goldmedaillen. Lediglich drei bis fünf davon werden jährlich deutschlandweit vergeben – ein echter Ritterschlag für die Besten der Besten.

Sulzberg, Standort der Allgäu-Brennerei, liegt am südlichsten Ende Deutschlands. Von hier aus hat Stephan Günther aus über 700 Metern Höhe freien Blick auf die Alpen. Markant ragt das gewaltige Massiv des Grünten auf. Der auch unter dem Namen „Wächter des Allgäus“ bekannte Berg findet sich nicht nur auf dem Etikett der Allgäu-Brennerei wieder – er ist zugleich Namenspatron des Mountain G Dry Gin. „Für den Mountain G verwenden wir nur sehr wenig Agraralkohol“, sagt Stephan Günther, „die eigentliche Grundlage ist ein reines Wacholderdestillat.“ Angereichert mit Aromen von Lavendel, Allgäukräutern und Zitrone lässt der Mountain G Dry Gin die reine Bergluft seiner Herkunft ahnen.

Die Produktpalette der Allgäu-Brennerei ist breit gefächert. Auch weniger bekannte Brände sind hier zu entdecken. So zum Beispiel der Vogelbeerbrand, dessen Grundlage die im Volksglauben fälschlicherweise als giftig bezeichnete Frucht der Eberesche ist. Mit der Auszeichnung als „Baum des Jahres“ im Jahr 1997 wurde das Ansehen der Vogelbeere endlich wieder aufgewertet. Seit Jahrhunderten findet sie Verwendung in der Küche.

Durch Kochen wird der magenunfreundliche Inhaltstoff Parasorbinsäure in gut verträgliche Sorbinsäure umgewandelt. So geschieht es auch in der Allgäu-Brennerei beim Herstellen der Fruchtmaische, Grundlage des Vogelbeerbrands. „Allerdings“, so erläutert Stephan Günther, „läuft da wenig raus. Aus hundert Litern Maische destillieren wir ein, vielleicht zwei Liter Brand.“ Dafür ist der vollmundige und leicht mandelige Geschmack einzigartig.

„Whisky“, sagt Stephan Günther, „ist ein Sektor, der immer stärker angenommen wird.“ Schon der Vater hatte Whisky gebrannt und eingelagert. So konnte zur Eröffnung der Brennerei vor zweieinhalb Jahren bereits der erste Dreijährige angeboten werden.

Der ist mittlerweile zum Fünfjährigen Cambodunum Allgäu Whisky Single Grain gereift – im traditionellen pot still Verfahren destilliert und danach in Eichenholzfässern gelagert. Seinen letzten Finish-Schliff erhält der Single Grain Whisky durch eine fünfwöchige Nachlagerung in gebrauchten Portweinfässern.

„Cambodunum ist eigentlich der altrömische Name von Kempten“, erklärt Stephan Günther die Namensherkunft seines Whiskys. Fortlaufend destilliert die Allgäu-Brennerei einen Single Malt Whisky, der nach drei Jahren im Eichenholzfass ebenfalls weitere fünf Wochen in gebrauchten Portweinfässern veredelt wird.

„Wir wollen bewusst Qualität herstellen.“
Auf dieser abschließenden Aussage von Stephan Günther fußt die Philosophie der Allgäu-Brennerei, einer
„Werkstatt des puren Genusses!“

Showing 1 - 7 of 7 items
Showing 1 - 7 of 7 items