Feiner Kappler products

Distillerie
Feiner Kappler

„Die Technik ist quasi der letzte Schritt – Qualität fängt am Baum an.“ Axel Baßler, Inhaber der Destillerie Feiner Kappler, spricht mit der Erfahrung des passionierten Obstbauern. Als Rohstoff seiner feinen Obstbrände kommen ausschließlich Früchte aus eigenem Anbau zur Verwendung. Vom Obstbaum bis zur fertigen Flaschenabfüllung unterliegt jeder Arbeitsschritt seiner persönlichen Kontrolle. Dieses Verfahren hat eine lange Tradition; bereits der Urgroßvater lebte vom Obstanbau und betrieb die Destillerie. Jetzt, in der vierten Generation, führt Axel Baßler den Familienbetrieb ganz im Sinne seiner Vorfahren, bringt aber dabei sein innovatives Potential mit ein. Und das ist gefragt, muss er sich doch gegenüber 420 Brennstellen im beschaulichen Kappelrodeck behaupten. Eine erstaunliche Zahl, angesichts der knapp 6.000 Einwohner der kleinen Gemeinde im baden-württembergischen Achertal am Fuße des Nationalparks Schwarzwald.

„Kappelrodeck hat wahrscheinlich die höchste Brennereidichte in ganz Deutschland“, erklärt Axel Baßler. Bei so viel Konkurrenz braucht seine Destillerie ein klares Alleinstellungsmerkmal. Als solches könnte der konsequente Verzicht auf die Zuckerung seiner feinen Obstbrände gelten. Diese haben nach der zweiten Destillation einen Alkoholgehalt von ungefähr 70 Prozent und werden mit weichem Quellwasser auf Trinkstärke eingestellt. Danach dürfen sie noch einige Wochen ruhen, bevor sie in Flaschen abgefüllt werden. Der Verzicht auf eine gesetzlich erlaubte Zuckerzugabe begründet sich in Axel Baßlers Anspruch

„…rein natürlich ein Superprodukt hinzubekommen.“

Mittlerweile ist ihm klar, wieviel Arbeit in den fertigen Produkten steckt. „Das war mir als kleiner Bub net bewusst. Da hat´s immer gedampft in der Brennerei und der Vater hat da gesessen…“. Das in einem halben Liter Zwetschgenbrand die Essenz von über sechs Kilo Früchten steckt, konnte er damals nicht wissen. Auch nicht, wie lang der Weg der Früchte ist: Von der Baumpflege über die Ernte, das Einmaischen und die Destillation bis hin zur fertigen Flasche ist es weit. Doch die ganze Arbeit zahlt sich letztendlich aus: Seine hochwertigen Brände wurden bereits mehrfach vom „Verband Badischer Obst- und Kleinbrenner e.V.“ aus über 3.000 Proben auf das Siegerpodest gewählt.

Trotz der vielen Arbeit findet Axel Baßler noch Zeit und Muße seine neuste Innovation auf den Weg zu bringen: Den Single Malt Whisky „Witch Hill“. Bereits 2013 lagerte er das erste Fass ein. Da dem Fass bei der Geschmacksentwicklung des Whiskys enorme Wichtigkeit zukommt, hat Axel Baßler bei dessen Auswahl sorgfältig abgewägt.

„Ich selbst trinke gerne einen fruchtig milden Whisky“, erläutert Axel Baßler. Als Mitglied der Winzergenossenschaft „Hex vom Dasenstein“ sicherte er sich daher ein Weinfass, in dem zuvor ein Spätburgunder gelagert wurde.

„Die haben den Wein rausgepumpt und wenige Stunden später war mein Whisky drin.“

In dem 110-Liter-Fass aus französischer „Limousineiche“ entwickelt sich derzeit ein Single Malt Whisky, der nach drei Jahren Fassreifung im Januar 2016 in Flaschen gefüllt werden soll. Da die Abfüllung aus nur einem Fass erfolgt, wird es sich bei „Witch Hill“ um einen seltenen Single-Cask-Whisky handeln. „Die Fassstärke von etwa 53 Prozent werden wir mit weichem Quellwasser auf wahrscheinlich 44 Prozent runtersetzen“, erklärt Axel Baßler mit offensichtlicher Vorfreude. Ein zweites, größeres Fass mit 250 Litern Inhalt ist bereits eingelagert und wird im Jahr 2018 fertig sein.

Auch in Zukunft bleibt es spannend in der Destillerie Feiner Kappler – „Derzeit experimentieren wir mit einem eigenen Gin“, schildert Axel Baßler sein nächstes Vorhaben. Dank seiner Verknüpfung von Tradition und Innovation entstehen hier individuelle Produkte von höchster Qualität und Reinheit, die ihresgleichen suchen. Auf die Frage, wohin sein Weg führt und was er noch erzeugen möchte, antwortet Axel Baßler mit dem prägnanten Satz:

„Konzentrierte Aromen aus eigenem Anbau.“
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